Schallern K 40 (innerorts)

Im Januar 2012 wurden in Schallern einige im öffentlichen Besitz stehenden Bäume gefällt. Bei einer "inoffiziellen Feuerwehrübung" zum Absperren von Strassen und um das Fällen von Bäumen zu üben, so die Auskunft des Betriebsleiters des Baubetriebshof des Kreises Soest.


 

 


Ein mit Erde "übermalter" Baumstumpf in Schallern Durchmesser 40cm.


 


 


 


 


 

 


 

Der Stumpf eines Baumes mit einem Durchmesser von 60cm. 


 


 


 

Gut zu erkennen: ein Baum steht auf der anderen Seite des Grabens, der zweite Baum ist zwei Meter von der Fahrbahnkannte entfernt.



 


 

Nach den Protokollen des Kreises waren diese Bäume standsicher. Ein Baum soll den Nachbarbaum verschattet haben und deshalb musste er gefällt werden.

 

(Siehe Foto unten, blau der zu schützende Baum, rot der verschattende Baum.)


 

Schaut man sich die Situation der Bäume als Luftbild, z.B. über TIM-online an, kann man dieses Argument allerdings nicht nachvollziehen. Es erstellt sich der Eindruck, dass diese Gründe vorgeschoben sein könnten und dass es andere Gründe für die Fällung geben könnte. 


Ein weiterer Hinweis ist, dass Feuerwehren keine "inoffiziellen" Übungen abhalten, schon aus Gründen des Versicherungsschutzes.


 

Dass die Stubben mit Erde übermalt wurden und mit Blättern abgedeckt waren, zeigt deutlich, dass hier etwas "versteckt" werden sollte. Die Angaben des Betriebsleiters des Baubetriebshof Kreis Soest sind insofern nicht stimmig. Was mit dem Holz passiert ist, das bei dieser Fällung angefallen ist, ist noch ungeklärt.


 

 

Geobasisdaten der Kommunen und des Landes NRW © Geobasis NRW 2012


 


 

Das Protokoll der zu "schützenden" Eiche.


 

Protokoll der zu schützende Eiche mit 60 cm Durchmesser

 


 


 

Protokoll der gefällte Esche mit 37 cm Durchmesser


  

Protokoll der gefällte Esche mit 43 cm Durchmesser


 

 

Diese Protokolle hat der Betriebsleiter des Baubetriebshofes des Kreis Soest auf Anfrage zugänglich gemacht, als die Protokolle der gefällten Eschen und der zu schützenden Eiche. 

  

Es gibt allerdings einen Widerspruch zwischen den Protokollen der gefällten Eschen und der Situation vor Ort.


 

Der zu schützende Baum, die Eiche, die noch steht, (oberstes Protokoll) hat einen Durchmesser von 60 cm (auf dem Foto oben blau markiert).


 

Die gefällten Eschen hatten Durchmesser von 40 cm bzw. 60 cm. (Fotos oben)


 

Die Eschen, die in den Protokollen beschrieben werden, haben aber Durchmesser von 37 cm bzw. 43 cm.

 

Es gibt hier ein Glaubwürdigkeitsproblem und entsprechend noch Aufklärungsbedarf. Eine Antwort auf eine entsprechende Anfrage steht noch aus.  

 

In der Anlage zu den Baumprotokollen (siehe unten) steht zur Begründung, dass man um den Alleecharakter zu erhalten, Bäume die zur Allee gehören fällen muss. Dieses ist nicht nachvollziehbar, auch die Beschreibung, dass die Allee nur aus Eichen bestehen soll, ist nicht korrekt, denn auf der gegenüberliegenden Straßenseite stehen weitere Eschen.


  

Anlage zu den Baumprotokollen